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Tatortwanderungen (Nur für Gruppen, Termin nach Absprache)
aus DIE RHEINPFALZ vom 22.4.2009: Auf den Spuren Tannenbergs Kriminalautor Bernd Franzinger zeigt Interessierten im Rahmen einer Stadtführung die Schauplätze seiner Romane Von Dana Müller Eine Stadtführung der anderen Art fand am Sonntag in Kaiserslautern statt. Zu den Schauplätzen der Tannenberg-Krimis führte der Autor Bernd Franzinger persönlich. Dazu gab es Kostproben aus seinen Büchern. „Tour de France", kommentiert Bernd Franzinger und lacht. Gemeint ist dieses Mal nicht das Thema seines neuen Buches „Leidenstour" sondern die beiden Kinder, die auf ihren Rädern an der Gruppe im Stadtpark vorbeiradeln und damit eine kurze Unterbrechung seiner Lesung herbeiführen. An diesem Sonntag führt der Krimiautor Bernd Franzinger wieder interessierte Leser und Fans zu den Schauplätzen seiner Tannenberg-Romane in der Kaiserslauterer Innenstadt. Dieses Mal steht sein achter Roman „Kindspech" im Mittelpunkt des Spaziergangs. Los geht's am Sonntagmorgen um zehn Uhr. Dieses Mal ist es nur eine kleine Gruppe, die sich am Treffpunkt vor dem Pfalztheater einfindet. Aber das, sagt Franzinger, sei normal. Bei der ersten Führung zu einem Buch seien es immer wenige Teilnehmer. Aber schon für den nächsten Termin am 3. Mai rechnet er mit mehr Interessierten. Im Durchschnitt könne man von 20 bis 30 Personen ausgehen. Dazu kämen gesonderte Termine für Vereins- oder Betriebsausflüge. Zu Beginn der Führung stellt Franzinger den Helden seiner Romane vor: Kriminalkommissar Wolfram Tannenberg, Leiter der Mordkommission Kaiserslautern. Auch die anderen wiederkehrenden Charaktere seiner Werke werden kurz dargestellt, bevor Franzinger aus dem Buch „Bombenstimmung" liest, das zu großen Teilen in der gegenüberliegenden Fruchthalle spielt. Danach geht es weiter zu einem Tannenberg-Evergreen: der Tchibo-Filiale in der Fackelstraße, vor der der Autor seine Zuhörer mit einem Auszug aus seinem noch unveröffentlichten neunten Roman „Leidenstour" überrascht. „Super!", findet Corinna Albert aus Hochspeyer die Führung. Über ihren Mann Frank ist sie zur Lektüre der Tannenberg-Krimis gekommen. Alle Bände hat sie bisher noch nicht gelesen. Aber der Besuch der Lesung zum Verkaufsstart von „Leidenstour" am 2. Juli ist bereits eingeplant und auch bei der Tatortwanderung zu diesem neuesten Roman wäre sie gerne wieder dabei. An der dritten Station des Spazierganges kommen die Zuhörer nicht nur in den Genuss einer weiteren Hörprobe - dieses Mal aus „Jammerhalde". In der Kerststraße, dem früheren Standort des gleichnamigen Stadttores, taucht Bernd Franzinger zudem in die Geschichte der Stadt Kaiserslautern ein, vor deren Hintergrund „Jammerhalde" spielt. Immer wieder redet er auch über die Vorbilder zu vielen seiner Charaktere. So verbrachte sein eigener Vater ebensoviel Zeit beim „Tchibo-Stammtisch" wie Jacob Tannenberg, der Vater des Kriminalkommissars. Den ersten Auszug aus „Kindspech" gibt es beim vierten Stopp an der Ecke Eisenbahnstraße/Weberstraße. Die dramatischen Höhepunkte dieses Buches lernen die Zuhörer aber erst an der nächsten Station kennen. Über die Beethovenstraße, in der sich der Wohnort der Familie Tannenberg befindet, geht es zum Abschluss in den Stadtpark. In dieser friedlichen Idylle liest er seinen gespannten Zuhörern die Szene aus „Kindspech" vor, in der die kleine Emma vor den Augen ihrer Ur-Großmutter entführt wird. Auch einen Einblick in die Suche nach dem verschwundenen Kind gibt Franzinger. Das Ende der Geschichte verrät er aber an diesem Tag natürlich nicht. Anderthalb Stunden dauert der Rundgang durch die Stadt. Danach steht der Autor gerne noch für Fragen, aber auch für Anregungen zur Verfügung. Über mangelnde Unterstützung kann sich der Autor jedenfalls nicht beschweren. Immer wieder kämen Leute auf ihn zu und schlügen ihm Personen oder Plätze vor, die er in seinen Romanen doch einmal unterbringen könne, so Franzinger. Dabei mangelt es dem Autor nicht an guten Ideen: „Ich habe noch einiges vor", verrät er augenzwinkernd. Termine 2010: Nur für Gruppen, nach Absprache |